Peter Schlemihls wundersame Geschichte von Adelbert von Chamisso

Von kleinen gelben Reclam-Büchern erwarte ich meistens Altes. Alte Sprache, alte Geschichten und alten „Schul-Pflichtlektüren-Charakter“. Sprich etwas ziemlich Langweiliges, das man nur zu Ende liest, weil man es muss. Hier dachte ich dasselbe – wieso hatte ich es mir überhaupt gekauft?! Aber wurde überrascht.

Peter Schlemihls Geschichte ist wirklich gut. Und spannend. Eigentlich kein Wunder – schließlich kommt der Teufel vor, der, wie fast immer, an der Seele des Menschen interessiert ist 🙂 Als alter Faust-Fan (und Vergötterer von Meister und Margarita!) werd ich schwach. Sofort. Sowieso.

Die Sprache ist natürlich nicht modern, schließlich wurde es 1813 veröffentlicht. Die Sätze sind manchmal anstrengend lang, enthalten Wörter, die heute keiner mehr benutzt. Aber es ist trotzdem lebendig. Erzählt was. Und kommentiert nicht nur.

Aktuell wirkt die Geschichte sowieso. Wie viel sind wir bereit von uns herzugeben für ein bisschen mehr Wohlstand? Dieses Buch beantwortet es ganz simpel: Nicht einmal den eigenen Schatten kriegt dieser Lump!

„Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ von Adelbert von Chamisso, Reclam, 2013, ISBN 978-3-15-000093-9

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s